Der Grundsatz von bith e. V.

Von Barrierefreiheit profitieren Alle! Für bith e.V. beschränkt sich Barrierefreiheit keineswegs auf Menschen mit Behinderung.

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Stellungnahme von bith e. V. zum Thüringer Maßnahmenplan

Mit der Einbeziehung von Verbänden, Organisationen und Einzelpersonen hat das Land Thüringen der Zivilgesellschaft die Möglichkeit gegeben, bei der Erarbeitung der Thüringer Maßnahmenplanes zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention mitzuwirken. Insbesondere im Handlungsfeld III (Bauen, Wohnen, Mobilität) waren unsere Mitglieder aktiv. Abschließend wurden die Erfahrungen in folgender Stellungnahme dem Ausschuss für Soziales, Arbeit und Gesundheit des Thüringer Landtags vorgetragen:

Stellungnahme zum Thüringer Maßnahmenplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention – Version 2.0 – hier: für das Handlungsfeld III (Bauen, Wohnen, Mobilität)

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bedanken uns für die Möglichkeit zur Stellungnahme zum Anhörungsverfahren des Thüringer Landtags zum Thüringer Maßnahmenplan zur Umsetzung der UN-BRK Version 2.0. Als Verein „Barrierefrei in Thüringen“ (bith e. V.) tun wir dies aus unseren Erfahrungen und Kenntnissen insbesondere zum Schwerpunkt Barrierefreiheit.

Partizipation von Menschen mit Behinderungen war natürlich bei dem Prozess der Erarbeitung des Thüringer Maßnahmenplans Version 2.0 von ganz besonderer Bedeutung. Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen brachten ihre jeweiligen Problemlagen, Sichtweisen und entsprechende Vorschläge ein. Schwierig war es oft, Kompromisse bei den einzelnen Maßnahmen zu finden.Einige von der Zivilgesellschaft vorgeschlagene Maßnahmen für den Maßnahmenplan 2.0 wurden mit der knappen Begründung abgelehnt, dass sie nicht umsetzbar seien oder Bereiche beträfen, die nicht Ländersache seien. Eine detailliertere Begründung wäre hilfreich gewesen.

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Die Eroberung der Internet-Welt - für Menschen mit und ohne Behinderung

Wie zugänglich und nutzbar sind die Internetseiten Ihrer Organisation? Können Menschen mit Beeinträchtigungen/Behinderungen mit einem Screenreader oder einer technischen Assistenzhilfe auf die Ihnen so wichtigen Informationen Ihrer Organisation/Ihres Vereins zugreifen? Wie lesbar sind die Seiten, denn ein ansprechendes Design und Barrierefreiheit müssen kein Wiederspruch sein.

bith e.V. möchte den eingeschlagenen Weg der gemeinsamen, inklusiven Schulung für die barrierefreie Gestaltung und Nutzung des Internets sowie von Dokumenten weitergehen und seine Erfahrungen und Erkenntnisse in einem Kompaktseminar weitergeben. Mehr Barrierefreiheit ist ein Zugewinn für alle.

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bith-Schulung: PowerPoint barrierefrei gestalten

Power Point-Präsentationen sind ein beliebtes Hilfsmittel für Vorträge. Doch häufig ist die Schrift auf den Folien schlecht zu erkennen weil sie zu klein oder undeutlich ist, nicht selten sind sie mit  zu viel Text überfrachtet und machmal ist die Vortragsgliederung ebenso undeutlich wie die Akustik im Raum...

Seminarteilnehmer mit Simulationsbrillen verfolgen den Vortrag von Frau MichelsSimulationsbrilleDas sind dann PowerPoint-Präsentationen, die für alle Menschen schwer verständlich sind. Für Diejenigen, die sehr schlecht oder gar nicht sehen können, sind sie ein großes Ärgernis. Wie man es besser machen kann, erläuterte Petra Michels, die Vorsitzende von bith e. V. am 9. Januar im Rahmen einer Schulung für Mitarbeitende des Paritätischen Thüringen. Sie ist selbst blind und führte die Teilnehmer gemeinsam mit ihrer ehrenamtlichen Assistentin Una Heinecke sicher durch das Labyrinth möglicher PowerPoint-Stolperfallen. Sie nutzte hierzu auch Brillen, die unterschiedliche Sehbehinderungen simulieren. Das eigene Erleben, plötzlich nichts oder nur sehr wenig zu sehen, erleichtert das Verständnis für die Notwendigkeit eines „barrierefreien“ Vortrags. Mit schlechten und guten Beispielen zur Gestaltung einer PowerPoint-Präsentation führt Frau Michels im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen, auf was zu achten ist.  Verbunden mit den sehr konkreten Informationen zum Gliederungsaufbau eines Vortrags, zu räumlichen Rahmenbedingungen, zur Akustik etc.  sollte es die Teilnehmern leichter gemacht werden, künftig PowerPoint-Präsentationen so zu gestalten, dass Alle gleichermaßen davon profitieren.

 

 

 

 

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