Der Grundsatz von bith e. V.

Von Barrierefreiheit profitieren Alle! Für bith e.V. beschränkt sich Barrierefreiheit keineswegs auf Menschen mit Behinderung.

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Power Point-Präsentationen sind ein beliebtes Hilfsmittel für Vorträge. Doch häufig ist die Schrift auf den Folien schlecht zu erkennen weil sie zu klein oder undeutlich ist, nicht selten sind sie mit  zu viel Text überfrachtet und machmal ist die Vortragsgliederung ebenso undeutlich wie die Akustik im Raum...

Seminarteilnehmer mit Simulationsbrillen verfolgen den Vortrag von Frau MichelsSimulationsbrilleDas sind dann PowerPoint-Präsentationen, die für alle Menschen schwer verständlich sind. Für Diejenigen, die sehr schlecht oder gar nicht sehen können, sind sie ein großes Ärgernis. Wie man es besser machen kann, erläuterte Petra Michels, die Vorsitzende von bith e. V. am 9. Januar im Rahmen einer Schulung für Mitarbeitende des Paritätischen Thüringen. Sie ist selbst blind und führte die Teilnehmer gemeinsam mit ihrer ehrenamtlichen Assistentin Una Heinecke sicher durch das Labyrinth möglicher PowerPoint-Stolperfallen. Sie nutzte hierzu auch Brillen, die unterschiedliche Sehbehinderungen simulieren. Das eigene Erleben, plötzlich nichts oder nur sehr wenig zu sehen, erleichtert das Verständnis für die Notwendigkeit eines „barrierefreien“ Vortrags. Mit schlechten und guten Beispielen zur Gestaltung einer PowerPoint-Präsentation führt Frau Michels im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen, auf was zu achten ist.  Verbunden mit den sehr konkreten Informationen zum Gliederungsaufbau eines Vortrags, zu räumlichen Rahmenbedingungen, zur Akustik etc.  sollte es die Teilnehmern leichter gemacht werden, künftig PowerPoint-Präsentationen so zu gestalten, dass Alle gleichermaßen davon profitieren.

Für den 28. September 2017 lud bith e. V. zum Erfahrungsaustausch „Barrierefrei/er wohnen für ein selbstbestimmtes Leben - Gemeinsam was tun in Thüringen“ nach Erfurt ins Bildungshaus St. Ursula. Zu der nichtöffentlichen Veranstaltung wurden StadtplanerInnen, EntscheidungsträgerInnen, VermieterInnen, PraktikerInnen, ExpertInnen in eigener Sache und MieterInnen mit Beeinträchtigungen eingeladen. Ziel des Erfahrungsaustausch war es, Standpunkte aus Sichtweise des jeweiligen Akteurs darzulegen, über Aktivitäten zu berichten, Probleme zu analysieren und gemeinsam Lösungsansätze zu finden. Einleitend wurde festgestellt, dass aus Sicht der Vereinsmitglieder der Bedarf an bezahlbarem barrierefreien Wohnraum in Thüringen noch nicht ausreichend gedeckt werden kann.

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