Arbeit mit dem Modellbaukasten. Verschiedene Personen legen mit den Holzbausteinen das Modell einer Querungsstelle.Arbeit mit dem ModellbaukastenFür eine selbstbestimmte Mobilität sind blinde und sehbehinderte Menschen auf taktil und visuell kontrastierende Informationen im öffentlichen Verkehrsraum angewiesen. Bodengebundene Blindenleitsysteme übernehmen diesbezüglich eine wichtige Funktion in Bezug zu Sicherheit, Wegeleitung und Orientierung. Damit Betroffene in die Planung dieser Bodenleitsysteme einbezogen werden können, hat bith e. V. gemeinsam mit der Fachhochschule Erfurt und der Markusgemeinschaft Hauteroda einen Modellbaukasten für eine taktile und visuelle Darstellung von Blindenleitsystemen im öffentlichen Verkehrsraum entwickelt. Mit Hilfe von Holzbausteinen können Modelle von Fußgängerüberwegen, Haltestellen und anderen Verkehrsraumsituationen gelegt werden. Diese Verkehrssituationen sind dann nicht nur sichtbar, sondern auch ertastbar. So können blinde und sehbehinderte Menschen in die Planungsprozesse zur Gestaltung des öffentlichen Verkehrsraums einbezogen werden.

Foto von Mitarbeitern des PARITÄTISCHEN und ExpertInnen von bith e. V. bei der Begehung des Hauses der PARITÄT. Sie sind gemeinsam auf dem Weg vor dem Gebäude unterwegs.Begehung des Hauses der PARITÄT

Die Mitglieder von Barrierefrei in Thüringen - bith e. V. und die Partner des Vereins bieten wirtschaftlichen Unternehmen, Organisationen, Einrichtungen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen und Vereinen Beratungen zum Thema Barrierefreiheit an und erklären vor Ort, wie Barrieren abgebaut werden können.

So unternahmen die bith-ExpertInnen gemeinsam mit den Verantwortlichen des PARITÄTISCHEN eine Begehung des Hauses der PARITÄT zum Aufspüren von Barrieren und gaben Hinweise zu deren Beseitigung.

 

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Foto von den Füßen einer Fußgängerin und ihrem weißen Stock, mit dem sie den Gehwegrand abtastetDer weiße Stock – Mobilitäthilfe für blinde MenschenRegelmäßig führt bith e. V. Seminare zur Sensibilisierung für die Belange von Menschen mit Beeinträchtigungen durch. Die TeilnehmerInnen erwerben Kenntnisse über die verschiedenen Sinnesbeeinträchtigungen und/oder körperlichen Einschränkungen. Den TeilnehmerInnen wird nahegebracht, welche Möglichkeiten es für Menschen mit Beeinträchtigungen gibt, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Besonderen Wert legen unsere Seminarleiter auf Praxis und Selbsterfahrung. Wie orientiert man sich, wenn man nichts sieht? Welche Möglichkeiten gibt es, mit einem gehörlosen Menschen zu kommunizieren? Welche Schwierigkeiten muss ein Rollstuhlfahrer überwinden? Zum Beispiel wurden für einige Veranstaltungen Rollstühle bereitgestellt. Die TeilnehmerInnen konnten selbst versuchen, eine zehnprozentige Steigung oder einen Bordstein zu überwinden.

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